Sin Skin Dortmund - Tattoo

Wissenswertes zum Thema Tätowieren

Die Geschichte des Tätowierens reicht genau wie die des Piercings bis in die Frühzeit zurück. Mit einheitlichen Tattoos wurde auf allen Kontinenten die Stammeszugehörigkeit demonstriert, wie auch Phasen der Übergangszeit - dem "Mann-" oder "Frau-werden". Mit einem Tattoo sollten gute Geister beschworen und böse Geister abgeschreckt werden. In die Neuzeit der westlichen Zivilisation mitgebracht wurden die ersten Tattoos von von den Seefahrern. Diese hatten gängige Seefahrersymbole, wie z.B. Herz, Anker oder Schwert – häufig mit dem Namen der Liebsten kombiniert – auf Arm oder Brust tätowiert.

Als Hochburg des Tätowierens ist uns Japan bekannt, wo über den ganzen Körper wahre Meisterwerke entstanden. Symptomatisch waren diese Tätowierungen für Yakuza, Gesetzesbrecher und Randgruppen, weswegen sie in der "feinen Gesellschaft" verpönt und verboten waren. Meist war der ganze Körper tätowiert, nur die sichtbaren Stellen, wie Hände und Gesicht waren ausgespart. Oft wurde von verfeindeten Gangs auf die als Gesamtkunstwerk tätowierte Haut eine Prämie ausgesetzt. So entstanden skurile Sammlungen von Menschenhaut, welche – heute beschlagnahmt – im japanischen Staatsarchiv gelagert werden.

Die Techniken variierten je nach Gegend oder Kontinent. Die "Irezumi" genannten traditionellen japanischen Tätowierungen wurden und werden mit an einem Bambusstab befestigten Nadeln unter die Haut "geklopft", in Hawaii sowie gesamt Polynesien wurde und wird mit Hilfe eines Tätowierkamms gearbeitet und die Inuit in Grönland nähten Rußpartikel mit Nadel und Faden in die Haut hinein. Doch so, wie sich die Gesellschaft wandelte, hat sich auch die Technik des Tätowierens und die Auswahl der Motive weiterentwickelt.

Fineline-Tattos machen es heute möglich, gestochen scharfe, allerfeinste Linien zu stechen. Die Angehörigen der heutigen "feinen Gesellschaft" verstecken zwar immer noch ihre Tattoos um nicht einer Randgruppe zugeordnet zu werden, aber sie haben inzwischen den Mut, an verborgenen Stellen ein Bild, das oft innere Einstellung oder Wünsche reflektiert auf Dauer auf ihrem Körper zu tragen.
 

Zurück zum Bereich "Tattoo"